Schuldenfreiheit in weniger als 12 Monaten mit Insolvenzplan

FIRMENINSOLVENZ / UNTERNEHMENSINSOLVENZ

Auf dieser Seite informieren wir Sie umfassend zum Thema Firmeninsolvenz und beantworten die wichtigsten Fragen. Da das Firmeninsolvenzverfahren ein komplexes Themaist und langwierig sein kann, ist die kompetente Unterstützung im Rahmen einer Insolvenzberatung durch einen spezialisierten Rechtsanwalt empfehlenswert.

Falls Ihre Firma mit drohender Zahlungsunfähigkeit zu kämpfen hat, helfen wir Ihnen gern weiter. Lassen Sie die Chance auf eine kostenlose und unverbindliche Erstberatung nicht links liegen und füllen Sie jetzt unser Formular aus!

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Was ist bei der Antragstellung zu berücksichtigen?

Die Unternehmensinsolvenz soll juristischen Personen im Rahmen eines Regelinsolvenzverfahrens die Möglichkeit zur Abwicklung ihrer Schulden und ggf. zu einem finanziellen Neuanfang bieten.

Wie die Privatinsolvenz ist auch der Ablauf der Unternehmensinsolvenz durch die Insolvenzordnung geregelt. Der Versuch, einen außergerichtlicher Schuldenvergleich mit den Gläubigern herbeizuführen, ist jedoch bei einer Firmeninsolvenz nicht zwingend erforderlich.

Handelt es sich bei einem von der Firmeninsolvenz bedrohten Unternehmen um eine Kapitalgesellschaft, so ist das Unternehmen bzw. sind ihre Organe und – bei Führungslosigkeit der Gesellschaft – die Gesellschafter bei Vorliegen von Insolvenzgründen wie Zahlungsunfähigkeit, drohender Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung gemäß § 15a Abs. 1 S.1 InsO dazu verpflichtet, die Eröffnung des Insolvenzverfahrens zu beantragen.

Dieses gilt vor allem für folgende Gesellschaften:

  • Aktiengesellschaft (AG)
  • Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH)
  • Unternehmergesellschaft (UG)
  • GmbH & Co KG

Der Insolvenzantrag ist von den vertretungsberechtigten Organen der Kapitalgesellschaft unverzüglich und ohne schuldhafte Verzögerung beim Insolvenzgericht zu stellen. Der Antrag muss spätestens drei Wochen ab Beginn der Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung (§ 15a Abs. 1 InsO) dem Insolvenzgericht vorliegen. Eine verspätete Antragstellung stellt den Straftatbestand der Insolvenzverschleppung dar und wird mit einer Freiheitsstrafe oder Geldstrafe bestraft (§ 15a Abs. 1 und 3 InsO).

Der Geschäftsführer ist bei einem Versäumnis der Antragstellung gegenüber den Gläubigern zum Schadenersatz verpflichtet. Er kann auch persönlich haftbar gemacht werden, wenn er nach Eintritt der möglichen Insolvenzreife weiter Geschäfte abschließt und ggf. Rechnungen bezahlt etc.

Sofern es mehrere Geschäftsführer bzw. Vorstandsmitglieder gibt, ist jede dieser Personen unabhängig und selbständig von den übrigen Personen zur Stellung des Eröffnungsantrags verpflichtet. Im Falle einer Niederlegung des Amtes, der Abberufung oder des Todes des Geschäftsführers kann die Antragspflicht gemäß § 15a Abs. 3 InsO wegen Führungslosigkeit auf die Gesellschafter bzw. den Aufsichtsrat übergehen.

Ebenfalls unter die Firmeninsolvenz fallen die folgenden Personengesellschaften:

  • GbR (BGB Gesellschaft)
  • OHG
  • KG

Da hier die Gesellschafter alle natürliche Personen sind, die mit ihrem Privatvermögen haften, besteht anders als bei den Kapitalgesellschaften keine Insolvenzantragspflicht.

Häufig führt die persönliche Haftung der Gesellschafter zu einer Ketteninsolvenz: Es muss ein Insolvenzantrag für die Gesellschaft gestellt werden. Die persönlich haftenden Gesellschafter werden dann vom Insolvenzverwalter in Anspruch genommen. Wenn diese nicht zahlungsfähig sind, dann folgt die Insolvenz der jeweiligen Gesellschafter.

TIPP:

Wenn Sie Geldprobleme haben, zahlen Sie zunächst die sogenannten Primärschulden. Das sind z.B. die Miete und Schulden bei Energieversorgern (Strom, Gas), dem Finanzamt oder der Krankenkasse. Anders formuliert: Existenzsicherung geht vor Schuldenregulierung!

TIPP:

Gehen Sie Ihre Finanzprobleme aktiv an! Meistens fühlen sich Schuldner schon nach dem ersten Kontakt mit einem Experten deutlich besser.

TIPP:

Sofern noch nicht geschehen, sollten Sie Ihr Bankkonto in ein P-Konto(Pfändungsschutzkonto) umwandeln. So schützen Sie Ihr pfändungsfreies Guthaben und verhindern, dass Ihre Gläubiger das gesamte Konto pfänden. Bei uns können Sie auch die P-Konto Bescheinigung beantragen!